Lanzarote 2016

Tag 2: Nikkor 18-105mm bei 18mm mit ND-Filter, ISO 100, Blende 18 bei 6 sek.
Tag 2: Nikkor 18-105mm bei 18mm mit ND-Filter, ISO 100, Blende 18 bei 6 sek.

Im November 2016 habe ich mich in meinen wohlverdienten Urlaub verabschiedet. Los ging es am 26. November um 3 Uhr nachts Richtung Frankfurt zum Flughafen. Halb sieben saßen wir dann endlich im Flugzeug und pünktlich um 7 Uhr ist unser Airbus abgehoben. Nach vier Stunden erholsamen Schlafs landeten wir - ohne Zwischenfälle oder Turbolenzen - in Lanzarote. 

Meine Vorfreude auf den Urlaub im sonnigem Süden wurde allerdings schnell auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt: Es hat geregnet. 

Im Hotel angekommen, mussten wir uns noch ungefähr zwei Stunden an der Poolbar aufhalten, da das Zimmer nicht fertig gewesen ist. Wohlgemerkt mit dem gesamten Gepäck. Aber zum Glück wendete sich dann das Blatt. Die Sonne schien, die Wolken zogen weiter und wir konnten endlich ins Zimmer zum umziehen. 

Kurze Hose, T-Shirt und Flip-Flops an, Sonnenbrille auf und raus an den Strand zum Location suchen. Nach ca. 2 Stunden haben wir ein paar coole Orte ausgemacht und uns den restlichen Tag zum entspannen an den Pool gelegt.

Nächster Tag, 6:50 Uhr. Der Wecker klingelt. Auf geht's, Kamera einpacken und ab zum Strand. In einer halben Stunde geht die Sonne auf. Auf dem Weg zum Strand wurde es schon langsam heller, der Himmel war leicht bedeckt, aber der Horizont einigermaßen frei. Am Strand die Kamera aufgestellt, eingestellt und die Zeit bis zum Sonnenaufgang genutzt, die dann auch schon recht schnell vorbei war. Hätte ich nicht gedacht. 

Zwischenzeitlich noch eine andere Fotografin mit Stativ in der Hand zum Strand hetzen sehen - hat wahrscheinlich verschlafen ;-)

Die Fotos sind recht gut geworden, es gab nur wenige, die ich gelöscht habe. Hier die fertigen Ergebnisse:


Nach diesem erfolgreichen Morgen haben wir den ersten Tag genossen. Das Wetter war, naja wie soll ich sagen... nicht das beste, aber dennoch besser als in Deutschland - was zugegebener Maßen nicht gerade schwer war ;-)

Aber Spaß beiseite. Es war nur ab und an etwas windig, aber dennoch angenehm warm, also alles im grünen Bereich. Gegen Abend haben wir uns zum Essen fertig gemacht und genossen das großzügig aufgebaute Buffet. Dann noch ein bisschen an der Küste entlang gelaufen (diesmal in die andere Richtung) und den zweiten Tag mit ein paar Cocktails ausklingen lassen. 

Ein paar Stunden später ging der verflixte Wecker schon wieder: Es war Sonnenaufgangszeit. Also selbe Prozedur wie gestern. Mit gepackter Tasche Richtung Strand, aber diesmal eine etwas andere Position - und damit ein längeren Fußmarsch - probiert. Wie man sehen kann, hat es recht gut funktioniert, auch wenn die Wolken zwischendurch doch etwas dicht waren. Aber seht selbst...


Den Urlaub haben wir richtig genossen. Nach dem kleinen Strandspaziergang am Morgen haben wir uns auf die Liege gelegt und entspannt. Der restliche Tag lief eigentlich genauso wie der vorherige.. Ganz nach dem Motto: Probier's mal mit Gemütlichkeit ;-)

Tag 3 bricht an und diesmal ohne lästigen Wecker um 7 Uhr morgens, meine Freundin dankte es mir. Nach dem alltäglichen Verwöhn-Frühstück haben wir entschlossen, den Tag mal komplett am Meer zu verbringen. Also Handtücher geschnappt, schnell noch welche für den Sand zum hinlegen im Hotel ausgeliehen - Liegen sind ja sooo uncool - und den bekannten Weg zur Bucht gewatschelt. Mit dabei war nichts außer meiner Sonnenbrille und etwas Sonnencreme für das empfindliche Gesicht. 

Pünktlich zur Mittagszeit setzte dann bei mir das Hungergefühl ein. Also beschlossen wir, besser gesagt ich alleine, dass wir uns auf den Weg Richtung (Fr)Ess-Lokal machen. Während ich nach einem geeignetem Etablissement ausschau hielt, hatte meine Freundin sich in den Kopf gesetzt, nach Geschäften zum "Shoppen am Abend" ausschau halten zu müssen. 

Nach dem Essen ging es wieder für den Rest des Tages zum Strand. Am frühen Abend machten wir uns in Richtung Zimmer, um uns für das Abendessen fertig zu machen. Ich war gerade im Bad, als plötzlich nur wenige Minuten später meine Freundin aufgeregt gegen die Tür klopfte: Unser Tresor ging nicht mehr auf!

Und was war drin? Alles. Geldbeutel, Uhr, Laptop, Handy und sogar unsere Medikamente. Ich also direkt auf den Weg zu Rezeption. Dort schilderte ich den Angestellten mein Problem und kurze Zeit später stand auch schon der Techniker im Zimmer. Mit irgendeinem Gerät, das etwas kleiner war, als ein normales Taschenbuch, hing er sich an die Elektronik des Tresors. Er tippte auf den Tasten und es piepste. Doch die Tür blieb zu. Er probierte es noch drei bis vier mal, doch immer mit dem selben Ergebnis. Kurz darauf verschwand er kurz und kam nach ca. einer viertel Stunde wieder. Anderes Gerät, gleiche Geräusche, gleiches Ergebnis. Nichts. Er telefonierte daraufhin mit seinem Chef und erklärte mir auf gebrochenem Englisch, dass wahrscheinlich ein Kabel keinen Kontakt mehr hat. Also so hab ich es zumindest verstanden.

Und es kommt noch besser: lt. dem Techniker können sie die Tür erst morgen öffnen. 

Als ich den netten Mann mitgeteilt habe, dass unsere Medikamente mit eingeschlossen sind, wurde er langsam nervös. Er reif erneut seinen Chef an und ca. eine halbe Stunde später standen beide wieder vor unserer Zimmertür. Zusammen, und diesmal mit Hammer und Schraubenzieher bewaffnet, versuchten sie den Safe zu knacken, was ihnen letztlich nach mehreren Minuten auch gelang. Als Reaktion auf diesen Vorfall, haben die zwei dann die Safetür abgeschraubt und mitgenommen. Aber hey! Wir hatten unsere Sachen wieder!

Nach diesem Schreck aßen wir gemütlich und, wer hätte es gedacht, liefen danach die Promenade entlang, durch die Einkaufspassagen im Ort und begutachteten jedes begehbare Geschäft. 

Und im Gegensatz zu anderen Ländern, sind die Verkäufer äußerst ruhig und versuchen einen nicht, jeden Mist anzudrehen. Meine bessere Hälfte schaffte es, ihren Kaufrausch in Grenzen zu halten, aber auch ich habe ein bisschen Geld in den Geschäften gelassen. Ein Feuerzeug hier, neue Flip-Flops da und eine neue, neon-orange Sonnenbrille darf natürlich auch nicht fehlen. 

 

Die nächsten Tage verliefen, bis den Wiedereinbau unserer gestohlenen Safetür, sehr Ereignislos. Ich wollte mich einfach mal von dem ganzen Alltagsstress erholen und so verbrachten wir die Zeit entweder am Pool oder am nicht weit entfernten Strand. 

Doch am Donnerstag, zwei Tage vor unserer Abreise, haben wir uns noch einmal aufgerafft um doch noch etwas mehr von der Insel zu sehen als unser Dörfchen. Es ging mit dem Bus in die Inselhauptstadt Arrecife!

Wir haben uns natürlich den bis dahin besten und damit sonnigsten und heißesten Tag ausgesucht, aber was soll's. Mein Rucksack wiegt ja nur Handgepäcktaugliche 5kg ;-) 

An der Strandpromenade entlang, zur Castillo de San Gabriel und quer durch die Fußgängerzone. Vorbei an zahlreichen Geschäften. 


Der letzte volle Tag bricht an. Der Freitag. Das Wetter? Sehr gut! Motivation? Im Bett gelassen.. Der Plan? Erst Frühstück und dann das Warmhalten der Poolliege ;-) 

An diesem Tag war sie mein bester Freund und ich hatte so überhaupt kein Verlangen danach, wieder ins kalte Deutschland zurückzufliegen. Aber wie das nun mal so ist am letzten Tag: die Zeit rennt so schnell, wie sie manchmal auf der Arbeit rennen könnte. 

Doch als sich die Sonne allmählich dem Horizont näherte, schaffte es meine Motivation aus dem Bett zu meiner Liege und ich hatte das Verlangen, den letzten Sonnenuntergang auf dem schönen Lanzarote festzuhalten. Also Blitzschnell die Freundin unter den Arm genommen, die Kamera aus dem Zimmer geholt und zu einem vor einigen Tagen mit meinen Adleraugen erspähten Felsvorsprung in Sonnenuntergangsrichtung gewackelt. 

Zugegeben: Der Felsvorsprung war kein Vorsprung, sondern eine Landzunge bestehend aus riesigen Felsen. Da war meine Wahl der Schuhe nicht gerade optimal zum klettern geeignet.. Aber mit viel Vorsicht und mehreren Versuchen, schaffte ich es letztendlich auch mit den Flip-Flops die Landzunge entlang. 

Schnell Stativ und Kamera aufgebaut, den perfekten Moment abgewartet und... abgedrückt. 

Tag 6: Sigma 10-20mm bei 12mm, ISO 100, Blende 10 bei 4 sek.
Tag 6: Sigma 10-20mm bei 12mm, ISO 100, Blende 10 bei 4 sek.

Nach der Foto-Session auf den Felsen (weitere Bilder folgen am Ende) ging es wieder ins Hotel zum Abendessen. Doch bevor wir uns umgezogen haben, nutzen wir die eingebrochene Dunkelheit aus und lichteten die Hotelanlage bei Nacht nochmal ab. Meiner Meinung nach sehr schön gemacht von den Besitzern. 

Nun aber genug der Fotografie, der Ernst des Lebens ruft: Abendessen. Ein letzte Mal bedienen lassen. Ein letztes Mal so viel Essen, wie man in sich hinein bekommt. Ein letztes Mal das Ambiente genießen. Ein letztes Mal Cocktails trinken und durch eine Zaubershow verzaubern lassen.. - Ich werde es vermissen..

 


Es ist Samstag. Halb neun morgens. Der Himmel ist trüb. Die Augen sind müde. Der Koffer gepackt. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von der Hotelanlage, gaben den Schlüssel an der Rezeption ab und warteten in der Lobby auf unseren Bus. 

 

Dann ging alles ganz schnell: Am Flughafen angekommen, eingecheckt und durch den kleinen Flughafen gewandert. In den Flieger eingestiegen, eingeschlafen und in Frankfurt wieder aufgewacht. Nach einer 20-Minütigen Busfahrt quer über den Flughafen, sind wir dann endlich an unserem Gepäck-Abhol-Raum angekommen. Mein Koffer war mal wieder der letzte und noch dazu mit einem beschädigtem Schloss. Gefehlt hat zwar nichts, aber ist trotzdem ärgerlich..

Abgehetzt kamen wir dann an unserem Bahnsteig an und mussten voller Unmut feststellen: 20 Minuten Verspätung. 

Nach gefühlten 5 Stunden Zugfahrt mit insgesamt 2 Mal umsteigen, kamen wir endlich an unserem Heimatbahnhof an. Abgeholt von den Eltern ging es dann nach Hause und ab uns heimische Bettchen. 

 

Es war ein aufregender aber zugleich sehr entspannender Urlaub. Die Gegend war schön, das Wetter hat gepasst und die Leute waren furchtbar nett. Alles in allem nur zu empfehlen! ;-)

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